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Finsinger (Wirtschaftswoche)
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Am 30.10.2006 erschien nunmehr zum 10. Male das von Herrn Prof. Jörg Finsinger, Universität Wien, konzi­pierte Rating deutscher Lebensversicherer in der Wirtschaftswoche. Seit zehn Jahren können Versicherungsnehmer ihre Entscheidung zum Abschluß einer Lebensversicherung auf ein wissenschaftlich fundiertes prospektives Versicherungsrating stützen.

Das  heute als „Wirtschaftswoche-Finsinger-Rating" be­kannte Finanzstärke Rating wurde von Finsinger als Antwort auf eine Reihe von Rating-Ansätzen konzipiert, welche allesamt nach dem gleichen Schema abliefen: bestimmte Kennzahlen werden ausgewählt, gewichtet und zu einer Gesamtkennzahl verdichtet. Auch heute ist dieses Vorgehen noch immer das Standard-Rezept vieler Rating-Agenturen. Außerdem haben die meisten Rating - Agenturen nicht den Anspruch, dem Versicherungsnehmer eine Entscheidungshilfe zu geben.  Die meisten Agenturen liefern nur Bonitätsratings, welche sich vornehmlich an Aktieninvestoren oder Gläubiger der Versicherer wenden.  Bonitätsratings sind als Entscheidungshilfe für den Abschluß einer Lebensversicherung untauglich. Demgegenüber ist der Wirtschaftswoche-Finsinger-Ansatz das - bis heute! - einzige am Markt vorhandene Rating-System, welches eine betriebswirtschaftliche Erfolgsrechnung aus der Sicht des Versicherungsnehmers durchführt und welches folglich die Leistungsfähigkeit der Unternehmen „in Euro" misst, und zwar in die Zukunft blickend das zu bestimmen sucht, was die Kunden am Ende tatsächlich erhalten werden.  Hierzu müssen zwei Fragen beantwortet werden: „Wie erfolgreich wirtschaftet das Unternehmen mit den Geldern seiner Kunden?" und „Mit welchem Anteil werden die Kunden am Unterneh­menserfolg beteiligt?". Mit wenigen, aber gezielt ausgewählten Kennzahlen werden  genau diese Fragestellungen modelliert - und beantwortet. In einem Benchmarking werden die Unternehmen sowohl hinsichtlich der Kapitalanlage als auch den Kosten vergli­chen. Das Ergebnis ist die Finsinger-Kennzahl, welche die Vorteilhaftigkeit des Unternehmens für die Versicherten im Vergleich zu den Mitbewerbern misst und Grundlage für die Vergabe von einem bis zu fünf Ster­nen ist.Das Rating erfüllt also insofern eine Doppelfunktion, als es sowohl Analysten eine eingehende Bewertung des Unternehmens ermöglicht als auch Versicherungsnehmern eine klare Orientie­rungshilfe bietet.

Aufgrund der langjährigen Ratingerfahrung und der stets verfeinerten Methode kommt das Wirtschaftswoche-Finsinger Rating zu wissenschaftlich fundierten Aus­sagen, die für viele, die den richtigen Partner für ihre Altersvorsorge bestimmen möchten, von erheblicher Bedeutung sind.

So wird nachgewiesen, dass die Größe eines Unternehmens nicht der entscheidende Einfluss­faktor ist. Oberste Priorität beim Unternehmensvergleich sollte der Blick auf die Kosten haben. Zwischen einem guten und einem schlechten Lebensversicherungsunternehmen gibt es bei den Abschluss- und Verwaltungskosten ausgesprochen große Unterschiede. Die 10 besten Gesellschaften haben im Schnitt eine um ca. 50 % niedrigere Verwaltungskostenquote als der Durchschnitt der 10 schlechtesten Gesellschaften. Gut aufgehoben ist der Versicherungsnehmer in der Regel nur bei einem Unternehmen mit hervorragender Verwaltungskostenquote.

Daraus ergibt sich eine Botschaft, die nicht selbstverständlich ist.  Betriebswirtschaftlich gesehen ist für jedes Unternehmen das Kapitalanlageergebnis die größte und bedeutendste Quelle des Ertrages für den Kunden.  Wenngleich also das Anlageergebnis das zentrale Ergebnis eines jeden Lebensversicherers ist, sind die besten Versicherer empirisch gesehen Versicherer mit niedrigen Kosten.  Denn gute Anlageergebnisse finden wir bei guten und als auch bei schlechten Unternehmen. Damit ein Unternehmen langfristig Erfolg hat genügen gute Anlageerträge nicht. Der Unterschied zwischen den besten und schlechtesten 10 Gesellschaften in der Königsdisziplin der Anlageerträge ist bei weitem nicht so extrem wie bei den Kostenquoten.  Im Großen und Ganzen ist also nicht die hohe Nettoverzinsung der Schlüsselfaktor eines Topunternehmens, sondern vielmehr die Kostensituation.

In einer Gesamtbetrachtung aus Sicht der Versicherten, in der modellhaft das Kapitalanlageer­gebnis, die Verwaltungskosten und die Abschlusskosten im Schnitt der 10 besten und der 10 schlechtesten Gesellschaften gegenüber gestellt werden, zeigt sich, dass der Versicherungs­nehmer bei schlechten Gesellschaften im Schnitt 25 % weniger Leistung erhält als bei den Top-Gesellschaften.

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